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Wie geht nur der Gegensatz Anthroposophie & Tantra zusammen?
Ganz
ausgezeichnet! Beides sind Schulungswege, die im Prinzip das ganze menschliche
Sein umfassen. Bei Anthroposophie ist wissenschaftliches Denken ein wichtiges
Einstiegstor, bei Tantra Sinnlichkeit und Sexualität.
In üblicher Ausprägung ist es aber oft so, dass man auf halbem Wege steckenbleibt
- bei Anthroposophie im Kopf, bei Tantra in sinnlichem Schwelgen. Was der
eine Weg zu wenig hat, hat der andere - eine notwendige Ergänzung. - Für uns
längst kein Gegensatz mehr:
Es geht uns weder um Anthroposophie, noch um Tantra oder
irgend eine "Weltanschauung" als solcher.
Unser Anliegen ist vordergründig, einen das ganze Menschsein umfassenden,
vom Körperlichen bis ins Spirituelle reichenden Erfahrungsraum
zu schaffen. Die Teilnehmenden finden dann schon selbst heraus, was sie für
ihren eigenen Weg als förderlich empfinden und weiterführen wollen.
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Was unterscheidet eure Seminare von anderen Tantra-Seminaren?
Die
Ergänzung durch Anthroposophie. Es werden damit ganz neue Betrachtungsweisen
eröffnet, die ein sicheres Getragensein durch alle Erfahrungen hindurch
gewährleisten. - Und Tantra erhält einen für westliche Menschen sehr
einleuchtenden Sinn. Darüber hinaus können die anthroposophischen Sichtweisen
ganz wesentliche Erkenntnisse in den Zusammenhang von Mensch, Welt und Kosmos
vermitteln, die im Tantra so nicht vorkommen.
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Ich habe schon einige Tantra-Seminare besucht. Was bringt mir euer Konzept?
Da im Tantra das Einstiegstor
die Sinnlichkeit und Sexualität ist, erschöpfen sich diese Seminare
meist in Übungen zur körperlichen Wahrnehmung und Begegnung. Uns
genügt das nicht. Durch die Hinzunahme von anthroposophischen Elementen
in Form von gedanklichen Betrachtungen, Gesprächen und Übungen entstehen
oft tiefe Einsichten zu Fragen wie: Was ist die Schöpfung? Wie ist die
Weltenordnung? In welchem Zusammenhang stehe ich da als Geschöpf, als
Individuum und in Gemeinschaft? Welche Aufgaben ergeben sich für mich
daraus? Wie wichtig ist meine Achtung, Behutsamkeit und Verantwortung im Umgang
mit mir und der Welt?
So wie sich ein und dasselbe Haus in den verschiedenen Seiten verschieden
zeigt, so betrachten wir Mensch und Welt aus verschiedenen Perspektiven: Aus
anthroposophischer und aus tantrischer Sicht, wobei alle denkbaren persönlichen
Sichtweisen ebenso berechtigt sind. Wir verstehen uns als Lebensforscher und
nicht als Vertreter bestimmter Auffassungen.
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Muss ich anthroposophische Kenntnisse mitbringen?
Nein.
Es genügt eine gesunde Neugier, etwas vom anthroposophischen Schulungsweg
zu erfahren. In lebendiger und einfacher Form werden Grundelemente der Anthroposophie
vermittelt, die dann von den verschiedensten Seiten immer mehr vertieft werden.
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Ich weiß viel von Anthroposophie, habe ich dann trotzdem etwas von euren Seminaren?
Ganz
bestimmt. Allein durch die Art der Betrachtungen in gesprächsähnlicher Form
sind viele neue Einsichten möglich. Darüber hinaus entstehen durch die Kombination
mit Tantra neue Sichtweisen und vor allem Erfahrungen, die scheinbar Bekanntes
oft erst zur Wirklichkeit werden lassen.
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Sehr
abwechslungsreich. Ein lebendiger Wechsel aller Ausdrucksformen kennzeichnet
unsere Arbeit. Dazu gehören z. B. Tanz, Gespräche und gedankliche Betrachtungen,
Meditation, künstlerische Gestaltungen wie Malen und Plastizieren, forschend-spielerischer
Umgang in den verschiedensten Situationen - von kraftvollster Lebensäußerung
bis hin zu tiefster Stille und Entspannung.
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Was sind die Voraussetzungen für eine Teilnahme?
Die Teilnahme setzt körperliche und seelische Gesundheit sowie den eigenen Wunsch, das Bedürfnis und die Bereitschaft zu authentischer Selbsterfahrung und Welterkenntnis voraus. Weitere Voraussetzungen im Sinne von Vorkenntnissen sind nicht erforderlich.
Kann ich als Single teilnehmen?
Ja.
Unsere Seminare werden grundsätzlich gleichermaßen von Singles wie auch von
Paaren besucht.
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Wie ist das Zahlenverhältnis von Männern / Frauen?
Weitgehend
ausgewogen. Darauf achten wir bei den Anmeldungen. Bei leichten Verschiebungen
ergeben sich oft interessante Konstellationen, die von die Teilnehmern und
Teilnehmerinnen durchwegs als recht spannend und hilfreich erlebt werden.
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Gibt es eine Altersbeschränkung?
Nein.
Es haben schon 18- bis 80-jährige teilgenommen. Wir haben die Erfahrung
gemacht, dass die Begegnung über die Lebensalter hinweg zum Entdecken des
Mensch-Seins sehr hilfreich sein kann. Nicht zuletzt deshalb, weil wir in
unsere Arbeit auch Übungen miteinbeziehen, die zu einem Wahrnehmen des zeitlosen
Wesenskerns führen. Damit kann einerseits das Lebensalter, in dem sich
ein Mensch gerade befindet, recht unbedeutend werden, andererseits kann dem
Lebensalter als unumgängliche Lebenstatsache unmittelbar begegnet werden.
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Was bringt es mir als Single / Paar?
Als
Single: Die Begegnung mit hochinteressanten Frauen
und Männern. Meist nehmen Menschen bei uns teilt, die schon viel über das
Leben nachgedacht haben, oder die schon viel in ihrem Leben durchgemacht haben.
Auch kann man sich darüber klar werden, warum man als Single lebt, ob das
so in Ordnung ist, oder ob man sich nach einer Beziehung sehnt - und welcher
Art der Partner sein müsste.
Als Paar besteht die Chance, sich gegenseitig ganz neu kennenzulernen,
und neue Seiten in sich und am Partner zu entdecken. Das ist manchmal gar
nicht so leicht, schleichen sich doch nach langen Jahren gern unüberwindlich
erscheinende Gewohnheiten und Automatismen ein, die zwar wie Sicherheit erscheinen,
oft aber auf Kosten der Lebendigkeit.
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Werde ich auf meinem Lebensweg weiter begleitet?
Ja.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Seminare sind eingeladen, sich mit
uns schriftlich, per E-Mail oder telefonisch in allen Lebenslagen zu beraten.
Das machen wir gerne, weil wir uns selbst als fortwährende Lebensforscher
verstehen und dabei ständig weiterlernen. - Darüberhinaus bieten wir
Einzel- und Paarberatung an.
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Ist Anthroposophie bzw. Tantra eine Sekte? Muss ich was glauben? Oder werde ich wo hineingezogen?
Weder Anthroposophie
noch Tantra sind eine Sekte. Es sind beides Forschung- bzw. Schulungswege,
die zu einem ganzheitlichen Menschsein führen wollen. Jede Richtung, jede
"Weltanschauung" geht auf Begründer zurück, die wohl immer etwas für das eigene
Leben sehr Wichtiges und Wertvolles gefunden haben. Das Problem machen die
"Anhänger" - nicht gerade im Sinne des Begründers - die oft dogmatisch mit
diesem Wissen umgehen. Statt eigenem Forschen "hängen" sie jemandem an und
werden abhängig und unfrei. Uns geht es in erster Linie weder um Anthroposophie
noch um Tantra als solches, sondern wir bieten in aller Achtung wertvolle
Elemente aus den verschiedenen Richtungen an, um auf dem ganz individuellen
Lebensweg weiterzukommen. Die Teilnehmer sind vor allem eingeladen zu prüfen,
wie weit das Angebotene in ihre konkrete Lebensrealität passt. In unseren
Seminaren muss man nichts glauben, und man wird schon gar nicht in irgend
etwas hineingezogen.
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Wie geht ihr mit Grenzen um? Muss ich etwas machen, was ich nicht will?
Unsere Übungen sind Einladungen
und Angebote. Wir sind der Überzeugung, dass gewaltsam oder "gepuscht" überschrittene
Grenzen nur zu neuen Grenzen auf einer tieferen Ebene führen. Wir sind uns
bewusst, dass speziell durch die Gruppendynamik Grenzüberschreitungen forciert
werden können. Wir achten besonders darauf, dass dies nicht geschieht. Für
eine Weiterentwicklung sind trotzdem Grenzüberschreitungen nötig, die "Komfortzone"
muss erweitert werden. Aber die jeweilige Situation muss dafür "reif" sein,
dann geschieht es wie von selbst und ist auch
authentisch.
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Müssen
> Nein! - Wir verstehen das Aeoni-Projekt ausdrücklich als Erfahrungsraum,
wo auch Sinnlichkeit und Erotik - als ein wesenlicher Daseinsausdruck
des Menschseins - einen nicht nur theoretischen Stellenwert erhält. So
sind behutsam angeleitete Berührungs-Sequenzen bei bestimmten Themen
notwendig, um die entsprechenden Erfahrungen überhaupt erst zu ermöglichen.
Hier kann es hilfreich und angenehm sein, die Bekleidungs-Hülle abzulegen.
Die Teilnehmenden entscheiden dabei selbst, wie weit es für sie in diesem
Moment auch wirklich stimmig ist. Die Art und Weise unserer Anleitungen unterstützt
jede/n Einzelne/n dabei, diese Entscheidung authentisch aus sich heraus in
Freiheit und ohne Gruppenzwang treffen zu können.
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Findet Geschlechtsverkehr statt?
Nein.
Gehen wir bewusst in die Erfahrung unseres Mann- und Frauseins, wird es erotisch
und spannend genug. Übungen zum Energieauf- und -abbau sind in den Seminaren
reichlich vorhanden. Damit wird auch
der direkte sexuelle Kontakt außerhalb der Gruppe
ganz wesentlich bereichert.
Wir meinen, dass dies nicht explizit in der Gruppe geübt werden muss.
Dadurch würden 'Sensationen' erzeugt, die eher vom Wesentlichen ablenken.
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Kann ich Leute kennenlernen und eventuell einen Partner, eine Partnerin finden?
Ja,
Beispiele dafür haben wir! - Wir wissen, dass viele KursteilnehmerInnen noch
lange nach dem Seminar miteinander in Verbindung stehen und dauerhafte Beziehungen
sich entwickelt haben. Aber ob es gerade zu diesem Zeitpunkt, in diesem Kurs
angesagt ist, dem Traumprinzen, der Traumprinzessin zu begegnen, dafür können
wir nicht garantieren.
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Kann ich als Homosexueller bzw. als Lesbe teilnehmen?
Ja.
Es sollte nur eine gewisse Bereitschaft bestehen, das andere Geschlecht auch
interessant zu finden. Wir verstehen uns als Menschheits-Forscher und Forscherinnen,
und dazu gehören, ob wir das wollen oder nicht, beide Seiten des Menschseins
dazu. In mehreren Sequenzen gibt es Gelegenheit, in gleichgeschlechtlichen
Gruppen in Austausch zu treten. - Insgesamt sind unsere Seminare auch auf
der Polarität Mann-Frau aufgebaut, so dass bei eindeutiger Prägung die Teilnahme
zusammen mit der Partnerin / dem Partner zu empfehlen ist.
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Wir
haben bisher in der Regel bisher ca. 10 bis 20 TeilnehmerInnen, wodurch eine
recht intensive Arbeit möglich wird. Das können wir - mit Assistenten - bis
ca. 40 TeilnehmerInnen bieten.
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